1.7.2018: Am 04. Juni  bin ich zu einer Bekannten zur Obsternte gegangen. Kaum habe ich mit dem Beerenernte angefangen, da kam eine total abgemagerte Katze zu mir, sie hat sich an meinem Bein gedrängt und vor Hunger geweint! Ich bin in den Garten der Familie hereingegangen, dort hat mich der Schock getroffen. Zwei Hunde liegen an einer zu kurzen Kette und 3 Welpen vergraben sich im Boden. Eine Hundehütte gibt es für fünf Hunde!!! Wenn es regnet und hier kommt fast jeden Abend ein Gewitter, dann drängen sich alle Hunde in diese Hütte herein! Der Rüde kann nur gerade sitzen, hat mir die Frau lachend erzählt.

Ich bestand darauf, dass  die Hündin sofort freigelassen wird. Ich hatte mein Handy nicht dabei gehabt, deshalb konnte ich kein Foto zusenden, wo die Hündin noch an der Kette liegt, aber den Pfosten sieht man noch auf dem Foto.

Ich bin sofort nach Hause gefahren und habe Futter und Hundesachen geholt. Wir haben die Hündin mit den Welpen in einen kleineren vermüllten Gartenteil eingesperrt und die Katze gefüttert.

Wegen ärztliche Termine konnte ich erst nach 2 Tagen zu der Hundefamilie zurückgehen. Es war heiß und die Hunde hatten kein Wasser gehabt. Niemand war zu Hause, so habe ich die Hunde versorgt.

Am nächsten Tag bin ich wieder zu der Familie gefahren, wieder war niemand dort anzutreffen. Die Hunde waren wieder nicht versorgt, ich habe es getan. Freitag bin ich zu der Familie gefahren, wieder niemand war zu Hause, die Hunde hatten kein Futter und kein Wasser gehabt. Ich bin abends wieder zu der Familie gegengen: nach dem Türklopfen kam der Mann endlich aus dem Haus raus. Ich habe von ihm erfahren, dass das Frauchen wieder in die Psychiatrie eingeliefert wurde. Diesen Mann hat die Frau in der Psychiatrie kennengelernt. Mir war klar, warum die Hunde nicht versorgt wurden. Er hat mir erklärt, wenn es nicht mehr so heiß ist, wollte er die Hunde versorgen. Ich habe ihn gefragt, ob es ihm nichts ausmacht, dass die Hunde bei dieser Hitze den ganzen Tag ohne Wasser sind. Er hat mich angeschaut und nur mit seiner  Schulter gezuckt. Er hat erzählt, dass die Hündin letzte Sommer nur geholt wurde, um einen Rüden zu gebähren, damit sie den 5 Jahre alten Papa im Tierheim abgeben können. Die Welpen im Winter sind erfroren!!! Der Papa steht seit 5 Jahren an der Kette im Winter, in der heißen Sonne, im Regen... er hat kaputte Gelenke. Die Hunde bekommen Wasser mit Brot zu essen, die Leute haben kaum Geld zum leben. Warum sie dann Katze und Hund brauchen, ist mir nicht klar.

Ich habe ihm gesagt, dass ich die Hundefamilie abhole. Er hat es nicht zugelassen, er will zuerst mit dem Frauchen sprechen und er gibt mir den kleinen Rüden nicht, da sie ihn brauchen.

Am nächten Tag hat es ganz stark geregnet. Ich bin zu der Familie gefahren, die Hunde standen im Regen, total nass waren sie. Ich habe den Mann aus dem Haus rausgeklopft und mitgeteilt, dass ich die Hundefamilie beschlagnahme, den kleinen Rüden nehme ich auch mit, mir ist egal, was sie wollen. So habe ich getan. Die Hunde sind total voll mit Flöhen, sie wurden entflöht und werden gut versorgt. Die Hündin wurde in ihrem Leben wahrscheinlich nie gestreichelt. Sie drückt sogar ihre Welpen weg, damit ich sie auch streichle. So viel Dankbarkeit ist in ihren Augen!

Ich versuche den großen Rüden noch von dort abzuholen, aber ich weiß nicht, wohin mit ihm, wenn ich nach Besigheim zurückfahre. Hier wird es niemand geben, der die Hunde nach meiner Rückkehr versorgt.

  • Danny, Elsa und Holly
  • Danny und Holly
  • Danny
  • Elsa
  • Holly



Liebe Grüße,
Erika Seitz, Gegen Tierelend in Ungarn e.V.
www.gegen-tierelend-in-ungarn.de
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http://www.gegen-tierelend-in-ungarn.de/index.php/unsere-hunde/hunde-auf-pflegestellen/danny-elsa-holly

17.6.2018: Am 1. Juni mussten wir uns von einem lieb gewonnen Kameraden verabschieden, wir hatten ihn einfach "Alter Hund" genannt. Er war schon 14 Jahre alt und hat bei unserem Verein einen Gnadenplatz gefunden. Lest Erikas traurige aber auch bewegende Worte seines letzten Weges...:
"Vor 2 Wochen habe ich bemerkt, dass beim Essen seine hintere Beine einknicken. Er war auch nicht mehr sicher auf seinen Beinen, beim Pipi machen hat er seine Beine nicht mehr gehoben. Vor 10 Tagen hat er aufgehört Trockenfutter zu essen, deshalb habe ich Suppe mit Huhn und Gemüse gekocht. Er hat sich so gefreut!!! Er hat mit großem Appetit gegessen und dabei vor Freude geknurrt und geschmatzt. Es waren Knochen und Fleisch auch in der Suppe. Später habe ich von der Nachbarin erfahren, dass dieser Hund nie Fleisch bekommen hat! Er hat Brot, Essensreste und Knochen bekommen. Meistens aber Brot. Viele Hunde sind in Szabadszállás Vegetarier, die nie außer Brot und Essenresten etwas anderes erhalten.
Leider hat er Durchfall bekommen und innerhalb von 3 Tagen so abgebaut, dass er nicht mehr aufstehen konnte. Die Fliegen kamen auch, egal was ich dagegen unternommen habe. Freitag Morgen habe ich den Tierarzt gerufen und er wurde von seinen Leiden nach deutschem Standard erlöst."

Erika war bei ihm, als er uns verließ und hat ihm den letzten Dienst erwiesen, so dass er nicht alleine war.

  • Abschied von unserem "Alten Hund"


Abschied von unserem "Alten Hund" nimmt das ganze Team von Gegen Tierelend in Ungarn e.V.

4.7.2018: Die Hündin heißt bei ihrem alten Zuhause Kyra und wir werden Laika ab jetzt auch Kyra nennen.

1.7.2018: ~Update zu Kyra (ex Laika)~
Erika meldet sich aus Ungarn mit einem Update zu unserer abgemagerten Hündin mit den schlimmen Augen:
"Gestern habe ich die Wahrheit über Kyra Geschichte erfahren. So heißt die Notfallhündin wirklich, wir hatten sie anfangs ohne Namenskenntnis Laika genannt. Ich habe gesehen, wie sie untergebracht wird. Eine Katastrophe! Die Hündin hat keine Hundehütte, wird ab und zu mit Essenresten gefüttert, Wasser hat sie auch nicht. Sie liegt an einer Kette. Als ich dort war, war diese Kette zu kurz, da sie sich einge... hat. Ihre Augen sind schlimmer geworden.

Ihre Geschichte: sie gehört einem Zigeuner, der mir der Tochter dieser Familie, wo sie momentan an diesem Baum angekettet ist, befreundet war. Als die Tochter die Beziehung beendet hat, ist der Mann von Szabadszállás weggezogen und hat die Hündin an diesen Baum angekettet. Damit war die Unterbringung der Hündin aus seiner Sicht gelöst. Das Problem: wir haben von dieser Familie Süti schon weggenommen, weil sie sich um die Hunde nicht kümmern. Besonders Kyra juckt sie nicht, da sie nicht ihre eigene Hündin ist. Sie haben dem Bürgermeisteramt Bescheid gegeben, aber es passierte nichts, deshalb kam die Tochter zu mir und hat gelogen, dass sie die Hündin gefunden hat.

Ich werde die Hündin füttern und mit Wasser versorgen, ein Hundebett erhält sie auch, leider kann ich keine Hundehütte aufstellen. Alleine geht es nicht.

Jetzt kommt das Problem: ich kann sie operieren lassen, aber wer macht die Nachversorgung? Wegen meiner Kieferoperation kann ich sie nicht pflegen. Wenn sie gesund wird, wohin mit ihr???? Ins Tierheim kann ich sie nicht abgeben, sie wird nicht abgenommen. Wenn ich nach Deutschland zurückfahre, wer pflegt sie?

Entweder finden wir eine Familie oder einen Verein, der Kyra übernimmt oder sie hat keine Zukunft. Und das im schlimmsten Sinne, weil es ohne irgendeine Hilfe sehr wahrscheinlich zur Einschläferung der Hündin kommen wird.

Die Hündin ist abgemagert, sie hat das Futter verschlungen. Auf meine Bitte bekam sie auch Wasser.

Liebe Grüße, Erika"

Wir hoffen, dass jemand sie für sich entdeckt oder jemanden kennt, der unserer Kyra eine Zukunft bieten kann. Bitte teilt sie auch, so ist die Situation in Ungarn. Hintergrund: Durch ihre Rasse nimmt kein ungarisches Tierheim sie auf, auch aufgrund ihrer Vermittlungschancen. Auch haben wir nach Erikas Abreise nach aktuellem Stand keine Helfer mehr vorort und können nur über andere Vereine/Tierheime an anderen Standorten helfen. Aber in Szabadszállás ist niemand, der helfen möchte, auch nicht gegen die (schlechte) Bezahlung vom Bürgermeisteramt. Wir sind sehr traurig.
Das Team von Gegen Tierelend in Ungarn e.V.

16.6.2018: Hallo Tierfreunde, wie wir euch in den letzten Tagen geschrieben haben, haben wir keine Kosten und Mühen gescheut, unseren Henry zu retten, der schwer krank war. Jetzt ist unsere Kasse nahezu leer. Erika hat in Ungarn leider einen weiteren Hund gebracht bekommen, der nicht nur total abgemagert ist, sondern auch intensive medizinische Betreuung braucht, vor allem am Auge. Erika schreibt aus Ungarn:
"Gestern kam zu mir eine Ziegeunerin, dass sie diesen Hund gefunden hat und dass sie ihn abgeben möchte. Ich kann keinen "Listenhund" aufnehmen, da wir seit 1,5 Jahren unsere Coco auch nicht vermitteln können.
Ich weiß, dass die Frau mir nicht die Wahrheit gesagt hat. Ich antwortete ihr, dass ich diese Hündin schon mit einem jungen Zigeuner getroffen habe, worauf sie wusste plötzlich den Namen des Mannes kannte. Ich habe die Hündin gefüttert, weil sie nur noch  Haut- und Knochen ist. Außerdem haben ich Fotos von ihren Augen gemacht. Diese Hündin braucht unbedingt tierärztliche Behandlung. Sie hat auch Hautprobleme am Rücken.
Ich frage jetzt nach, wie viel die OP kostet und wir müssen um Spenden bitten, da unsere Kasse leer ist.
Liebe Grüße, Erika"

  • Laika
  • Laika
  • Laika
  • Kyras Auge
  • Kyra Haut und Knochen
  • Kyras Unterbringung
  • Kyras Unterbringung
  • Kyras Unterbringung
  • Kyras Wasser


Wir bitten euch hiermit ganz herzlich um Spenden. Wir arbeiten alle ehrenamtlich und jeder Euro geht direkt an Laika und ihre Tierarztkosten. Wir können ihr sonst wirklich nicht helfen.

Bitte teilt den Aufruf noch, damit möglichst viele sie sehen. Auch Kleinstspenden helfen uns sehr.

Hier könnt ihr nachlesen, wie ihr am besten spenden könnt oder direkt überweisen:
http://www.gegen-tierelend-in-ungarn.de/index.php/ihre-unterstuetzung
Kontoinhaber:     Gegen Tierelend in Ungarn e.V.
IBAN:     DE58 6049 1430 0402 9230 06

DANKE sagt euer Team von Gegen Tierelend in Ungarn e.V.
www.gegen-tierelend-in-ungarn.de
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

9.6.2018: Wir habe noch einen weiteren traurigen Fall in Ungarn, meldet Erika: Bundi.

Erika schreibt: "Bundi ist ein 11 Jahre alter Hund, der seit 5 Jahren an der kurzen Kette gehalten wird, weil sein Frauchen kaum gehen kann und sie Angst vor einem Sturz hat. Der Rüde leidet an der Kette und wird immer wilder. Seit ich hier bin, füttere ich Bundi, der mich abgöttisch liebt und alles macht, damit er für kurze Zeit von der Kette wegkommen darf. Das Problem ist, er will nicht mehr an die Kette zurück! Ich kann ihn mit meinem kaputten Fuß und Rücken nicht mehr frei lassen, ich bin auch auf meinen Füßen nicht ganz stabil. Mein Herz blutet, immer wenn er mich fragend anschaut. Gestern haben wir versucht, ihn zu schehren, es ging aber nicht, er hat hat zuviel Angst gehabt! Sollen wir ihn an der Kette lassen?

Nein, wir wollen ihm eine Chance geben und ihn über unsere Seite vorstellen. Wir wünschen ihm, dass er in eine neue Familie kommt, wo er seinen Lebensabend würdevoll und geliebt verbringen kann. Er kennt nicht viele Menschen und am Anfang ist er sehr misstrauisch, aber wenn er bemerkt, der Mensch will ihm nichts antun, ist er lieb. Für mich schmeißt er sich schon auf den Rücken und ich darf seinen Bauch streicheln. Beim Tierarzt würde er es nicht tun.

Die Hundefriseurin konnte ihn nicht scheren, er hat es nicht zugelassen. Ich versuche nun, Bundis dickes Fell mit der Schere zu schneiden."



Falls ihr euch vorstellen könntet, auch einem älteren Hund ein Körbchen anzubieten, meldet euch bitte bei:
Erika Seitz, Gegen Tierelend in Ungarn e.V.
www.gegen-tierelend-in-ungarn.de
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

http://www.gegen-tierelend-in-ungarn.de/index.php/unsere-hunde/hunde-auf-pflegestellen/bundi2

2.6.2018: Leider müssen wir euch schweren Herzens mitteilen, dass wir einige Hunde im Tierheim Kecskemét abgegeben werden mussten, weil Erika und auch Helfer so krank sind, dass wir die Pflege nicht mehr leisten können. Bis auf Süti, den wir in der Kategorie "Hunde anderer Organisationen" erstmal eingestellt haben, sind die anderen Hunde schon in Ungarn vermittelt worden und müssen nicht im Tierheim sitzen. WIr hoffen, dass sie ein gutes neues Zuhause gefunden haben.

Erika ist aktuell immer noch vor Ort in Ungarn, aber leider krank. Wenn sie wieder fahren kann, kommt sie nach Deutschland zurück. Solange kümmert sie sich persönlich um den "alten Hund" (siehe ältere Meldung), Bundi (Kettenhund in der Nachbarschaft), Coco (frei lebend, siehe ältere Meldung) und Henry (siehe Facebook, war krank und wurde gerettet). Diese Hunde sind auf Pflegestellen in Szabadszállás.

Erika ist aktuell am besten per Mail zu erreichen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Soweit der Stand aus und in Ungarn, Euer Team von Gegen Tierelend in Ungarn e.V.

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